Samstag, 02. Juli 2016
Notruf: 112
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Mit der Feuerwehr in Dresden

Kohlberg (ard) Schon in den frühen Morgenstunden machten sich die Senioren der Freiwilligen Feuerwehr Kohlberg auf die Reise. Die bereits traditionelle Ausfahrt führte die Gruppe in diesem Jahr für vier Tage in die Sächsische Schweiz. Südlich von Dresden, im Kurort Rathen an der Elbe, hatte man ein wunderbares Quartier gefunden. Bei blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein gab es gleich bei der Ankunft ein herrliches Panorama zu bewundern. Im Osten erhob sich die majestätische Felsengruppe der Bastei und im Süden ragten die beiden Tafelberge Lilienstein und Königstein markant hervor. Nach einer kurzen Rast steuerte man das erste Ziel an. Ein Besuch der Bergfestung auf dem Königstein stand auf dem Programm.

 

Rettungseinsatz unter Atemschutz - Hauptübung 2016

Ein Brand während einer Veranstaltung im Gemeindehaus in Kohlberg war das Szenario der diesjährigen Feuerwehr Hauptübung am 23.04.2016 in Kohlberg

Kohlberg (SP): In der Küche des Gemeindehauses sollte für eine dort stattfindende Veranstaltung Essen zubereitet werden. Unachtsam wird eine Pfanne auf dem Herd vergessen, nach kurzer Zeit entzündet sich das Öl in der Pfanne von selbst. Rasch greift das Feuer auf die Dunstabzugshaube und umliegende Möbelstücke über. Die Küche steht mittlerweile in Flammen, der Rauch zieht durch die offene Küchentüre in den Flur und das Treppenhaus. Als die Gäste der Veranstaltung im Saal den Rauch bemerken ist es bereits zu spät: Der Fluchtweg über das Treppenhaus ist aufgrund des giftigen Rauches abgeschnitten.

Anwohner bemerken die Rauchentwicklung aus dem Gebäude und alarmieren über die Notrufnummer 112 die Feuerwehrleitstelle in Esslingen. Dort werden die eingehenden Anrufe zentral gesammelt und der Alarm für die Feuerwehr Kohlberg erstellt. „Brand 3 – Gemeindehaus Kohlberg – Menschenleben in Gefahr“ lautete die Alarmmeldung für die Kameraden der Feuerwehr Kohlberg. Der Puls wird schneller – es gilt für die Kameraden das eigene Adrenalin sowie die Aufregung zu unterdrücken. Während noch die Feuerwehrsirene durch den Ort schallt, treffen die ersten Kameraden am Feuerwehrgerätehaus ein und beginnen damit, die Alltagskleidung gegen die Feuerwehr-Einsatzkleidung zu tauschen. 6 Minuten nach Alarmeingang macht sich das erste Fahrzeug auf den Weg zum Einsatzort. Weitere 4 Minuten später rückt auch das zweite Fahrzeug der Feuerwehr Kohlberg aus.

Bereits beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte drang dichter Rauch aus dem Gebäude, Menschen machten sich am Fenster des Saales bemerkbar. Eine Person kommt panisch den Einsatzkräften aus dem Gebäude entgegen, berichtet von chaotischen Zuständen im Gebäude, vermisste und eingeschlossene Personen, darunter auch 2 Kinder, die sich vermutlich im Erdgeschoss aufgehalten haben und einer starken Rauchentwicklung im Treppenhaus.

Für eine lange Entscheidungsfindung ist jetzt keine Zeit mehr, Sekunden werden entscheidend. Jeder Handgriff sitzt, jeder Kamerad weiß was er zu tun hat. Für die Einsatzkräfte steht jetzt eins im Vordergrund: Menschrettung. Während der weiteren Erkundung des Einsatzleiters und des Gruppenführers bereiten die Kameraden einen Innenangriff zur Menschenrettung unter Atemschutz sowie die Rettung der Personen über die Steckleiter vor. Weitere Kräfte treffen an der Einsatzstelle ein und unterstützen die Menschenrettung. Glücklicherweise können die verängstigten Kinder im Erdgeschoss schnell gefunden und ins Freie gebracht werden.

Weitere Trupps im Innenangriff finden den bewusstlosen Koch im Treppenhaus, er hatte noch versucht ins Freie zu gelangen. Mit gemeinsamen Kräften wird er aus dem Gebäude gebracht und dem Rettungsdienst übergeben.

Für die Kameraden geht die kräftezehrende Arbeit weiter – obwohl alle gemeldeten Personen aus dem Gebäude sein sollen, wird jeder Raum des Gebäudes durchsucht. Es soll niemand im Gebäude vergessen werden. Parallel schafft ein dritter Trupp eine Abluftöffnung an der höchsten Stelle im Treppenhaus und beginnt mit den Löschmaßnahmen in der Küche. Kameraden außerhalb des Gebäudes bereiten den Überdrücklüfter vor um das Gebäude vom Rauch zu befreien.

Zum Abschluss sind alle froh, dass es sich nur um eine Übung gehandelt hat. Kommandant Alexander Seidenspinner, der den Ablauf der Übung für die zahlreich erschienen Kohlberger Bürger und Gemeinderäte über Lautsprecher kommentiert hatte, zeigte sich zufrieden mit dem positiven Verlauf der Hauptübung. „Das Ausbildungsniveau und der Zusammenhalt in der Feuerwehr Kohlberg ist sehr hoch und wird bei so einer Übung nochmal verdeutlicht.“ Insgesamt war die Feuerwehr Kohlberg mit 27 Einsatzkräften und 3 Fahrzeugen zum Übungsalarm angerückt.

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